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 | Trekkingtour 1999 |
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Vorkommando 29.Juli 1999
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Um 16 Uhr wollte sich das Vorauskommando bei Great Lakes auf dem Fabrikgelände treffen. Als wir um 16.05 Uhr ankamen (Wolfgang, Hans, Katharina) hatten Ritchy und Jörg bereits 90% des LKW beladen. Wir fuhren zurück zum Kinderhaus, um das Material unseres Prototypen aufzuladen. Die Holzstämme, die wir 1 Woche zuvor im Uniwald geschlagen hatten mußten ebenfalls noch mit . Diese führten allerdings zu ersten Platzproblemen und mussten erstmal angepasst werden. Ritchy, Jürgen und Nico machten sich auf den Weg nach Sigmaringen-Dorf. Die anderen waren nun damit beschäftigt, die restlichen Utensilien zusammenzusuchen und die Autos zu beladen. (Die Kocher hatten sich wohl versteckt?!?) Da der LKW ungewöhnlicherweise schneller war als die anderen Vehikel, vergnügte sich die LKW-Crew bei Bier und Eis im nahegelegenen Biergarten. Als die Nachhut kam, war das Abladen bereits erledigt. Jetzt mußte das Lager aufgebaut werden. Endlich konnten wir die Idylle bei einer späten Zwiebelsuppe (23.30 Uhr) genießen. Die erste Nacht im Schlafsack war da.
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Logbucheintag 1. Tag
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Freitag, 30. Juli 1999 Treffpunkt Bahnhof Petershausen Abfahrt 7.36 Uhr, der Mann mit den Karten kam „just in time“ (7.35 Uhr). Der Treck geht los! Am Anfang war das gegenseitige Beschnüffeln und Befremdeln. Bis Stockach war die Fahrt recht gemütlich, doch dann lernten wir jeden Misthaufen auf unserer 1/2-stündigen Sight-seeing-tour durch Meßkirch kennen. Fahrtende war am Bahnhof Sigmaringen, wo das Warten auf den nächsten Bus begann. Da wir zuvor zuviel bezahlten, war dir Fahrt fast umsonst. Mit dem russischen Busfahrer gestaltete sich Fahrt bis Sigmaringen-Dorf recht rasant. Abschluß war ein Gewaltmarsch in mörderischer Hitze an die Donau, wo wir auf eine Horde verkateter Mitglieder unseres Vorauskommandos stießen. Jetzt ging es mit der mühseligen Arbeit dieses Tages los – mit dem Aufbau der Floße. In einer wahnsinnigen Geschwindigkeit fertigten wir unsere High-tech-Wassersport-high-speed-Great-Lakes-Geräte. Das Kinderanimationsprogramm - „Wir malen eine Piratenflagge für Anfänger und Fortgeschrittene – auf Stoff und Gras“ – wurde liebevoll von Jochen gestaltet. Mit zunehmender Bautätigkeit verfeinerte sich die Knoten- und Bindetechnik, wobei hervorzuheben wäre, dass manchmal auch getan hätte. Dank ausgeklügelter mobiler Modulbauweise erfolgte die Endmontage in Windeseile. (Jetzt saufen die schon wieder Feigling – „Tja Ritchy, auf dass wir den morgigen Tag wieder mit einer Aspirin beginnen?! – Ritchy: Nee, nee ich war nur verspannt!?!). Nachdem Katharina und Michel mit Paddeln und Kochern eintrafen, stachen wir in See (Donau). Von Anfang an entwickelte sich ein nervenaufreibendes Kopf an Kopfrennen um den Zäpfle-Pokal, das am Ende durch überlegene Teamleistung entschieden wurde. Floß 1 tat sich, durch ausgefeilte Taktik – schieben durch Schwimmer – abgeben von Kindern und ziehen mittels Seil hervor. Dem späteren Verlierer fiel während des Rennens auf, dass er keinen Antrieb (Stakstange) besaß. Nach Kampftauchermanier sprang Wolfgang todesmutig ins Wasser (20 cm tief, 30 Grad warm). Sein Mund ist seit dem 10 cm breiter, weil er auf ein mitgeführtes Messer biss, um ein Wasserhindernis zu fällen (Durchmesser 15 mm). Der Lagerplatz war bereits ausgemacht, als das 3. Floß endlich ankam. Die Stimmung auf Floß 2 war sehr ermüdend (2 schlafende Kinder). „Wo ist die Hannah“ – „Keine Ahnung“. Hannah ist weg! Da ist sie, sie schläft! Lager wird errichtet vor dem ersten Wehr in Scheer. Jetzt wird geköchelt. Menü: Als Vorspeise hatten wir traditionell zur Eröffnung Saucisson alla Nürberges. Als Zwischengang: Farfalle natur brut. Zum Hauptgang: Farfalle an Boulette und Broccoli ala creme. Dazu wurden ausgewählte Getränke, ein hervorragender Maison rouge und internationale Spirituosenspezialitäten gereicht. 23 Uhr, letztes Kind im Bett, danach lustiger Umtrunk der Väter bis 23.30 Uhr. Unser Schlaf wurde um 1.30 Uhr jäh unterbrochen. Alle Versuche, die hörbaren Stimmen in den Traum einzubauen, nutzten nichts – Überfall!!! Dieser wurde zum Desaster, aber nicht für uns, weil wir seelig schliefen, sondern für die Gegner, weil es uns gelang, deren Autoschlüssel zu erbeuten. Ausschlafen und hoffen, dass die Kinder nicht so früh aufwachen. P.S. Der Autoschlüssel des Überfallfahrzeuges wurde gegen einen geklauten Topfdeckel eingetauscht.
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Logbucheintag 2. Tag
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31. Juli 1999 Weckruf: Individuell zwischen 8.30 und 10.30 Uhr. Zum Frühstück gab´s die Reste von Gestern. Der Smutje hatte den 10 ha großen Tisch reichlich gedeckt. Schon während des Buffets konnte sich der Hilfskapitän von Floß 2 nicht zusammenreißen und fuhr schon mal los. Die Gruppe war von Anfang an in zwei Lager gespalten. Zum Einen die mannhaften Wehrbezwinger mit jahrelanger Erfahrung aus der Wolgaschifffahrt gepaart mit körperlicher Brutalität. Zum Anderen die sozialpädagogisch wertvolle Animationstruppe im Minirock mit rasierten Beinen. Während die harten Kerle unter ständigem Einsatz ihres Lebens das erste Wehr mit Bravour nahmen errichtete Gruppe 2 einen Rastplatz an dem sie unter staunenden Kinderaugen einen Dünnschisshaufen verbrannten. Die mit männlicher Sorgfalt gewaschene Unterhose kann der Nachwelt leider nicht vorgelegt werden, da sie auf unerklärliche Weise im irrwitzigen Labyrinth der Donauauen verschwand. Nach anstrengender Arbeit gab es bei den Wolgaschiffern eine Zigarettenpause. Inzwischen die 4. Runde Feigling! Motto: Auf einem Bein oder Schwein oder auf vier kann man nicht stehen! Ritchy leidet „Mein Auge“. Ansonsten nichts Neues. Hans beglückte uns mit seiner Rodeo-Nummer. Zigaretterauchend auf einem Floßteil balancierend stellte er fest, dass Wasser keine Balken hat und die Flöße auf dem Kopf stabil schwimmen. Resümee: Abtauchen mit Hut, Zigarette im Mund und Klamotten – und das Wasser war tief (2,50 m). Danach dümpelten Hut und Kippe idyllisch im Wasser bis Hans wieder auftauchte. Wolfang versuchte sich zunach erfolglos in der Bevergewaltigung eines Gummibootes. Anschließend Zusammenbau der Floße. Hans und Jochen gewannen den Rothaus-Pokal auf dem Weg in die City von Scheer. Vor dem Wehr des Kraftwerkes, das weite Teile Süddeutschland mit Strom versorgt, nächster Stopp. Zwischenzeitlich hatte Gruppe 2 den beschwerlichen Marsch durch die Malaria- und Krokodilverseuchten Donausümpfe nach Scheer hinter sich gebracht. Bedrohlich hing der lose Jawafels über ihren Köpfen. Danach gab´s den Wettbewerb: welcher Stein hüpft am weitesten? Unter Zuhilfenahme eine Schweizer Offiziermessers war der Aufsichtsrat des Netzverbundes nördliche Hemisphäre-Süd schnell bereit, die Turbinen still zu legen um unser Unternehmen von höchster Brissants nicht zu gefährden. Der Wasserstand stieg, die auseinandergebauten Flöße trieben übers Wehr. Sie wurden bis auf zwei Paletten und ein Fass (eine Palette ist weg) wieder eingefangen und zusammengebaut. Die Fauna erlitt empfindliche Einbußen durch die steinewerfenden Kinder. Danach bestiegen wir die Flöße. Mit unglaublicher Geschwindigkeit steuerten wir unseren 2 km entfernten Lagerplatz vor dem nächsten Wehr an. Fahrzeit: ca. 1,5 Stunden!!! Die ländliche Bevölkerung, bestehend aus einer heuwendenden Bäuerin, stand Spalier. Der anschließende Zeltaufbau an einem idyllisch gelegenen Platz wurde wieder einmal mit überragender Sachkenntnis und Vehemenz durchgeführt. Die diesmalige Konstruktion hätte jedem Wies´n-Zelt zur Ehre gereicht. Menü des Abends: Variationen Argentinischer Steaks, zart bis hartgebräunt – bis zum Abwinken. Getränke desgleichen. Carsten demonstrierte uns nach Einbruch der Dunkelheit im Scheine des Bengalischen Feuers eine Zirzensiche Darbietung die Ihresgleichen sucht! Doppelt und Dreifach gehockter Salto rückwärts, wobei ihm als Fangnetz eine Kiste Rothaus diente. Zapfenstreich nach eigenem Ermessen, für die Kinder je, länger je lieber!
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Logbucheintrag Tag 3
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1. August 1999 Weckruf wie immer, die einen früher, die anderen gar nicht. Frühstück: Ausgesuchte Cerealien mit oder ohne Milch, Kaffe noir. Danach wurden die umliegenden Feldgehölze mit Klopapier verziert und angezündet. Bei sengenderHitze werden die Module in ihre Komponenten zerlegt und hinter dem Wehr wieder eingesetzt. Dann hob sich der Vorhang der Nacht und das Spiel konnte beginnen. Canyoning in seiner ursprünglichen Form, mitohne Wasser! Am „Fall Rapid“ – merke: das nächste mal C4 – schlugen wir von Hand im Schweiße unseres Angesichts eine Schneise in das Juragestein. Wieder einmal trennte sich die Spreu vom |
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Weizen, Wolgaschiffer brutal und aberwitzig, Kinderanimation – sexy und pädagogisch wertvoll. Die 6. Feiglingrunde des heutigen Tages wird eingeläutet. 6 Flaschen gekippt – und keine Dröhnung. Die Vorhut erkundet den Fluss und stellt fest, dass unser High-tech-Material ca. 600 m über Geröll- und Felsplatten zu ziehen war. Durchschnittliche Wassertiefe 10 cm, Tiefgang 40 cm! |
Zur Kinderanimation wurde ein Eiskanal errichtet. Tonnenschwere Konglomeratplatten mussten von Hand bewegt werden – Der Pyramidenbau war ein Witz dagegen. Danach High-speed-Canyoning für Kinder. Punkt 2 des Kinderprogramms: Ritchy´s beliebtes Bärenquiz: “Mein nächstes Tier ist braun.“ In Rekordzeit durchquerten Felix, Elena, Wolfgang und Klaus den „Ärmelkanal“ und gelangten als Erste zum neuen Lagerplatz nach der Vorhut (Jürgen, Bernd und Peter), die Zick-zack-fahrenderweise mit unserem Radiergummi unterwegs waren. |
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Jürgen lockte alle mit einem 40° Grad warmen Zäpfle vom anderen Ufer. Nachdem die Module wieder in Form gebracht waren, wurden die Kinder zum, in Sichtweite liegenden Lager übergesetzt. Die weitere Kinderanimation fand sich in Räuber- und Gendarm-spielen und zutodelieben und reanimieren von Spitzmausbabys. Menü des Abends: Spaghetti Napoli, einfach aber geschmacklos dazu Damenpils vom Wahren Stein. Die anschließende Verfügungszeit konnte zur Degustation des international bekannten Wildsautropfens genutzt werden. |
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Die anschließende Verfügungszeit konnte zur Degustation des international bekannten Wildsautropfens genutzt werden. Jochen und Jonathan (Jojo) verließen uns unglücklicherweise, da sich die Insekten an Jonathans Bein gütlich taten, was ein starkes Anschwellen dieses Beines und ein Abschwellen der Begeisterung zur Folge hatte. Zapfenstreich: Individuell – für die Kinder heute schnell. |
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Logbucheintrag Tag 4
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2. August 1999 Weckruf: Wie immer: die Einen früher, die Anderen später. Ausgedehntes Schlemmen am Frühstücksbüffet und Lagerabbau. Besteigen der Floße um 12 Uhr. Es folgt eine kurze und unspektakluläre Fahrt zu unserem nächsten Lagerplatz hinter einer Verblockung. Guido demonstrierte uns hier, wie man in sekundenschnelle ein Floß in seine Einzelteile zerlegt. Der Grund: Der ungenannte Kartenleser, der jedoch Direktor eines Kinderhauses ist, hatte die Karte verkehrtherum gehalten und uns somit in einen „ruhigen Seitenarm“ der Donau geführt. Auch der Scout war von der Schönheit des Natruschutzgebietes geblendet. Aus der Gruppe der Väter wurde eine Kampfschwimmer-Truppe mit Unterstützung der schwimmfähigen Kinder rekrutiert, welche die Havarie beseitigen konnte. Vorteil der kartografischen Unfähigkeit der Entscheidungsträger war, dass wir einen hervorragenden Lagerplatz inmitten eines idyllischen Naturschutzgebietes mit Badestrand und Trockendock gefunden hatten. Die verbleibende Zeit nutzen wir zur Errichtung einer komplexen, aber nichts desto trotz bahnbrechenden Seilnetz-Konstruktion, die wie seinerzeit die Überdachung des Münchner Olympia-Stadions ein Meilenstein der Tragwerkstechnik ist und ein Zeichen bis weit ins nächste Millenium setzen wird. Menü des Abends: Langosch. Aperitif: Biere etc. Pommes de terre auf leichtem Quark mit frisch gepflückten Kräutern des Waldes. Dessert: Ein Hauch von Nichts! Nach dem Zapfenstreich für die Kinder entdeckte Monsieur Tommy nach dem lächerlichen Genuß einer halben Kiste Tannenzäpfle seine pyromanische Ader und erfreute uns mit einem bengalischen Feuerzauber. Auch nachdem die Höllenglut entfacht war, legte chez Tommy immer zur halben Stunde nach, was die Schlafenden im Zelt dazu veranlasste wieder aufzustehen, da die Sonne jetzt um 2.30 Uhr wieder schien. Zapfenstreich: 3 Uhr.„Und die Nacht wurde zum Tag!“
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Logbucheintrag 4. Tag
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3. August 1999 Weckruf: Trallala wie immer, mal früh mal spät. Tag der Modifizierung eines Prototyps und anbringen von Tuningteilen. Ruhetag für Mensch und Material. Die für den Vormittag geplanten Wasserspiele mussten aufgrund der stürmischen Wetterlage (Orkan bis Stärke 13, Wellen- und Brechen in nicht mehr messbahrer Höhe) auf den Nachmittag verschoben werden. Dann kam der lang erwartete Wolkenaufbruch. Die Sonne stach mit unbamherziger Härte. Kinderanimation für Erwachsene: Reiten in der Stromschnelle auf dem Gummi, durchqueren der Stromschnelle mit dem Radiergummi. Auch Florian und Natalie übten sich im Gummiritt und machten eine Inspektionstour auf dem Grund der Schnelle. Während Natalie nach Sekunden wieder auftauchte, stellte Florian einen neuen Weltrekord im Dauertauchen in Stromschnellen auf. Ansonsten: faules Abhängen. Kinderanimation: Räuber und Gendarm, Räuber und Gendarm, freies spielen und Strip-Poker (hin und wieder). Menü des Abends: Chef de Cuisine – Jaques Schölch empfiehlt: Indisches Putencurry mit Reis aus aller Welt. Dazu wurde Feigling, Feigling und Feigling gereicht. Um den Vitaminhaushalt der vergangenen Tage auszugleichen gab es Salat der Saison. Zapfenstreich: Individuell, nach stundenlangem Räuber und Gendarm spielen, bis man die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte und anschließender Kuschelrunde mit den Vätern am Lagerfeuer.
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Logbucheintrag 6. Tag
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4. August 1999 Weckruf: Individuell 7.30 bis 10 Uhr. Frühstück am kalt-warmen Buffet mit Cornflakes, Müsli, Schokoflakes etc. In Windeseile wurde der Meilenstein der Seilkonstruktion in seine Module zerlegt und in die vorbereiteten Packboxen verstaut. Danach wurde vorerst mit 2 Floßen gestartet. Diesmal wurde vor der nächsten Schnelle der korrekte Seitenarm genommen. Ein Teil der Crew stieg auf das 3. Floß, das von Christian, Wolfgang uns SAP am Vortag über den schnellenberuhigten Seitenarm, Flußabwärts gebracht worden war. |
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SAP war aus seinem Dornröschenschlaf erwacht, stach sich aber sofort wieder an der Spindel. Nach dieser kraftraubenden Aktion brauchte er einen 2-tätigen Genesungsschlaf (als linker Backbordmotor von Floß 3 unter Kapitän Chrisi ein Totalaussetzer) und kommt deshalb vielleicht in unserer Geschichte nicht mehr vor. Da wir aus den Erfahrungen der letzten Tage gelernt hatten, schickten wir heute unseren fähigsten Scout, Monsieur Tommy vor, der es uns ermöglichte, die Untiefen der reißenden Donau zu umschiffen. |
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Selbst schwierige Passagen nahmen wir unter tosendem Beifall, der mit Eilmärschen herangeführten Einheimischen Bevölkerung mit Bravour und mit bestechender Technik. Die aufgewühlte Fangemeinde folgte den Floßen, musste aber schon bald der atemberaubenden Geschwindigkeit ihren Tribut zollen. Wir ließen sie mit hängender Zunge und einem „Schiff ahoi“ zurück. Völlig verausgabt, aber zufrieden nach getanem Tagwerk erreichten wir unseren letzten Lagerplatz (schon wieder Feigling!) Hier wurden wir von einem Komitee, bestehend aus 2 Hausgänsen, aufs herzlichste begrüßt. |
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Nach einer kurzen Regenationsphase erinnerte uns ein heraufziehendes Unwetter daran, dass noch nicht alle Arbeit getan war. So teilten wir uns in 3 Arbeitsgruppen auf. 1. Lagereinrichtung – leichtes Hauszelt in Buckelbauweise (BB2BW) . 2. Abwracken der High-tech-Floße mit anschließendem Verbrennen zur Verhinderung von Werksspionage. 3. Küche mit Teigvorbereitung. Menü des Abends: Langosch (halt die Gosch) mit Quark á la Saison, Grillplatte mit den gesamten Beständen der ortsansässigen Metzgerei, Salate. Getränke: Bier, Fanta, Feigling...... |
Die Geiß, die hat 4 Füß und frisst immer viel Gmüs, unsere Kinder sind zwar süß aber im Schlafsack mit dräckige Füß. Im Stiele eine keltischen Sonnwendfeuers verbrannten wir doppelt mannshohe Palettentürme und manndicke Baumstämme, die wir eigens zu diesem Zweck unter unsäglichen Qualen und Mühen den ganzen Fluß herabgeschafft hatten. Immerhin 12 km in 6 Tagesreisen. |
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Wie wehmütigem Blick sitzen wir nun ums Feuer und sehen unserer Hände Arbeit verglühen, und ein jeder dieser muskelbepackten Rauhbeine zeigt, dass er auch ein weiches, großes Herz hat und denkt still und in sich gekehrt an die vergangenen Tage zurück.
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P.S. Carsten stellt gerade einen neuen Palettenfeuer-Rekord - die keltischen Götter mögen uns gnädig sein – auf. 8 Paletten über einem riesigen Gluthaufen. „ Und lodernd schlug die Lohe des Höllenfeuers in den Himmel der Nacht....-und wir warten auf die Feuerwehr“. hier gibts das Tagebuch als PDF - Download [985 KB]
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Fine
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Das Tagebuch als PDF-File
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Tagebuch der Vater-Kind-Trekkingtour 1999 [985 KB]
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