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 | Trekkingtour 2001 |
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Flossfahrt auf der Donau von Beuron bis Dietfurt
Vorwort / Danksagung Wir danken inbrünstig Ritschie und der bankrotten Firma Great Lakes für die Sightseeing tour über die Schwäbische Alb, für die Materialspende der Fässer und Paletten und deren Überbringung und Abholung, sowie für die qualmenden Bremsen ein Vergelt´s Gott. Das Tempo der Hinfahrt wurde durch die Geschwindigkeit eines roten Passats mit Überlast bestimmt. Der Fahrer brachte seine Premiere beim Fahren mit Anhänger ohne Schaden hinter sich. Auch dem Besitzer dieses leider nach der Trekking-Tour kräftig stinkenden Fahrzeuges ein Vergelt´s Gott.
Anreise der Vorhut / Tag Null Übernachten unter einer Brücke 1.Tag / Beuron Zuganreise / Flossbau Am frühen Morgen wurden widerwillige Flossbauer mit leichten Axtschlägen zur Weiterarbeit motiviert. Nach fünf Minuten Pause konnte der Traktiert Thomas W. weiterarbeiten. Nachdem sich der Leiter zum Einkaufen entfernt hat, kam ein Rancher mit Bluthund (2,3 kg Lebendgewicht) um den vielfältigen Schildern und deren Inhalt Nachdruck zu verleihen. Als Frist zum Einwässern konnte Chrissie 13.30 Uhr statt 13.00 Uhr aushandeln. Für das obligatorische Bussgeld weg. Für den Nachweis von Ordnungswidrigkeiten mit Höchststrafen bis in Höhe von 200.000 DM sammelte der Rancher Beweise in Form von Fotographien. Nach seinem Überprüfen der Chemiefässer unter der Brücke und netten Erklärungen verliess er uns wieder. Bis die angeheuerte Besatzung per Zug zum Flossbau eintraf, hatten von vier Kindern drei schon die Kleider am Leibe gewaschen. Die Grossgruppe der Väter schloss Bekanntschaft mit einer femininen Fahrradtruppe. Trotz der den Weg versperrenden Fahrräder dieser Frauen gelang es rechtzeitig den Zug in Beuron zu verlassen. Manche Väter (alle) haben Abwerbungsversuchen von Kanutinnnen erfolgreich widerstanden. Die Frage nach dem Weg zum Fluss wurde von Einheimischen mit einem „Do – Nau“ beantwortet. Der Anlegeplatz wurde international (Holländer, Franken, Ital. Schwaben, u.a.) besucht. Blockiert wurde die Einwässerungsstelle durch den Flossbau und das Einwässern der einhundert Kanu bzw. / Kajakfahrerinnen durch das Flossbauen. Verkehr auf einem Trampelpfad mit achtzig Zentimetern Breite wie auf dem Leonberger Autobahnkreuz. Während des unstrukturierten Flossbaues lass Isabelle den kleineren Piraten aus Pippi Langstrumpf „ Pippi geht an Bord“ vor. Um 13.30 Uhr war in Akkordzeit das letzte Floss im Wasser. Ankunft der Zugreisenden und Beginn der Arbeit um 11.00 Uhr. Nach Fertigstellung der Flosse traf die Nachhut vom späterem Zug kommend ein. Abfahrt nach mühseliger Fahrersuche für das Begleitfahrzeug mit Hänger war dann etwa 14.00 Uhr. Das Fahren auf der Donau durch die herrlichen Felswände bei Super-Wetter lies trotz Hunger nur beste Stimmung auf den Flossen zu. Die Besatzung des Versorgungsfloßes konnte in Saus und Braus die Fahrt hinter sich bringen. Das Versorgungsfloß hatte aufgrund von Fehlberechnungen des Stangenstatikers einen Holzbruch vor Erreichen des ersten Wehres. Nach einer Stunde gemütlicher Fahrt mussten die Kinder wegen einem gefährlichen Steilwehr mit dem Gepäck die Flosse verlassen. Nach dem Durchfahren des Wehres wurde der Schaden behoben. Pause – Feigling Die Weiterfahrt auf der Donau war einfach schön. Leichter Müdigkeit unter den Floßbesatzungen wurden teilweise durch kleine Regenerationsphasen behoben. Eine Flachstelle von circa 500 Metern wurden die Flosse über jeden Stein gewuchtet. Die Kinder mussten durchs seichte Wasser waten. Die Pioniere fassten bei allen drei Flossen kräftig an. Nach dem Schieben der Flosse ohne Kinder verlief die Fahrt gemächlich wie die Fliessgeschwindigkeit der Donau. Das zweite Wehr wurde ca. um 17.30 Uhr und 18.30 Uhr erreicht. Die Pioniere konnten inzwischen in langwierigen Verhandlungen die Übernachtung im Zentrum „der verbotensten Zone- Gewässerschutzgebiet Kapelle“ klären. Die Flosse wurden entladen und an die fünfmeterzehn hohe Wehrmauer gefahren. Mittels der Stangen wurde eine offene schiefe Rampe gebaut. Die Flosse wurden in Ihre drei Einzelmodule zerlegt und elegant in die Tiefe hinabgestossen. Irreparable Schäden wurden bis jetzt weder an den Flossmodulen noch an den Flossfahrern keine festgestellt. Die Kinder konnten während dessen unterhalb des Wehres im seichten warmen Wasser spielen. Parallel zur Kocharbeit wurde die Zeltarbeit verrichtet. Dank des Hängers, des roten Passats und der klösterlichen Dachrinne wurde eine Zeltdachfläche von 3 x 6 x 8 m = ca. 150 m² errichtet. Gierig wurde danach der erste Spaghettitopf geleert. Als eine hälfte der Flossbesatzungen nichts bzw. nur eine zu kleine Portion abbekommen hatte, wurde eine secundo piatto auf die Wiese gebracht. Nach etlichen Bieren waren auch die letzten Väter notgedrungen satt. Unter vielen Schnarchern (Chrissie) beenden wir mit einem gepflegten Schluck sardinischen Rotweins den Tagebucheintrag. 2. Tag – Beuron Die zwei bis fünf bzw. sechs Brüder der Kartause nahmen uns mit offener Toilette auf. Bei dem Reinigen der von uns benutzten Toilette und dem Entleeren des Abfalleimers wurden Damenbinden im Männerkloster gefunden. Dem Rätsel konnte nicht auf den Grund gegangen werden. Um halb Sieben war für manche mit Kopfschmerzen die Nacht zu Ende. Zum reichlichen Frühstück wurden frische Brötchen und Schokomüsli serviert. (Super-Müsli aus Konstanz). Die Kinder konnten im Klosterareal frei und ungestört in herrlicher Lage einer Donauschleife spielen. Nach dem Abbau der Planen und Versorgen des Gepäcks wurde der kleine Marsch zum Wehr angetreten. Dort konnten die Kinder erst mal ein reinigendes Bad nehmen, während die Papas die Flossmodule wieder zusammenbauten. Danach begann die geruhsame Fahrt durch die Donauschleifen. Immer wieder tauchte auf der Spitze der Felsen die Burg Wehrenmark auf. Nachdem manche Kinder dem Kommando „Alle hinsitzen“ keine Folge leisteten, mussten bittere Erfahrungen gemacht werden. Trotz träger Fliessgeschwindigkeit war bei Steinhindernissen ein sehr abrupter Stillstand zu verzeichnen. Bei einer Flachpassage durch Seegras wählte das Pionier-Boot mit ... an Bord die falsche Seite. Aber immerhin folgten der falschen Fährte etliche Dutzende Wassersportler, allerdings nicht aus unserem Kreise. Die Flosse folgten den Anweisungen des Pionierbootes von CM und wählten die rechte Passage. Nachdem wir die Radfahrerautobahn unter stehendem Applaus unterfahren hatten, wurden die Flosse zusammengebunden. Mit Wasser und Brot wurden die Kinder gespeist. Die Papas begnügten sich mit Landjäger, Salami und Äpfel. Die Flossinsel von Tausenden Touristen bewundert und fotografiert, trieb langsam weiter die Donau hinab. Die Rettungswesten der Kinder eigneten sich ausser als optimalen Sonnenschutz nun auch für die kleineren Kinder als Schwimmhilfe. Auf die Frage einer vorbeifahrenden Kajakfahrerin „Habt Ihr die Flosse selbst gebaut?“ antwortet Klaus „Die gab’s letzte Woche bei Aldi.“ Worauf die Frau nickte. Schon wieder mit leichtem Hunger erreichen wir ein grosses Wehr mit Kraftwerkskanal. Die Kinder konnten während der für die Väter folgenden Plagerei, im flachen und warmen Wasser Ihre Geschäfte verrichten. Die grösseren rutschten auf dem Schrägwehr abwärts, die kleineren stauten das flache und warme Rinnsal unterhalb des Wehres wo immer auch möglich auf. Die Väter entwickelten die schiefe Ebene – Technik mit den Stangen weiter und hievten die zerlegten Flosse über eine sehr hohe Böschung an Land. Dort wurden die Module beschwerlich zum Kanal getragen und eingesetzt. Erschwert wurde diese Arbeit durch Überfälle der Bremsen immer dann, wenn beide Hände fest zupacken mussten. Die Flossmodule wurden im Kanal getreidelt. In improvisiertes Hilfsfloss transportierte einen Grossteil des Gepäcks. Wir stapften gewissenlos durch das künftige Fressen des Bauers Kühe um die wieder herausgezogenen Flossteile aus dem Kanal in das alte Flussbett zurückrutschen zu lassen. Bei drohendem Gewitter kam endlich Westwind auf. Diesen nutzte das abgehängte Floss mit einem improvisierten Segel. Die kleinen wie die grossen Piraten erwarteten sehnsüchtig hinter jeder Flussbiegung die Signalgebung zur Landung. Nach langer vergeblicher Ausschau nach Biergarten mit Eisverkauf erreichten wir endlich wieder einen Grillplatz mit den bekannten Schildern (Grillen bis 22.00 Uhr; Lagern und Zelten verboten, vermeiden von Fahrten in Kolonnen und mit Flossen verboten usw.) Das geniale Abendessen entschädigte für langes Fahren. Es wurde Reis für Noah serviert. Der Rest wurde mit Pfifferlingen, Champignons, Mais und Schweinerücken in ausreichendem Mass und mit ausgezeichnetem Geschmack und Konsistenz serviert. Der obligatorische Donausalat aus Reichenauer Gurken, italienischen Tomaten, Blattsalat und frischen Pilzen wurde auch von den kleinen Piraten gegessen. Nach spätem Essen fielen die matten Piraten in Ihren wohlverdienten Schlaf unter den selbstgebauten Zeltkonstruktionen. 4. Tag – Nachtrag Hausen / Thiergarten An diesem Tag waren die Väter so kaputt, dass kein Tagebucheintrag vorgenommen werden konnte. An diesem Tage erwachten wir voller Optimismus auf eine angenehme und erholsame Flossfahrt. Während des Frühstücks wurden unsere Flosse von mindestens fünfzig Boote einschl. Besatzung malträtiert und als Einwässerungssteg missbraucht. Die kleinen Piraten stellten sich der Meute tapfer in den Weg. Nachdem die Bemühungen der kleinen Piraten scheiterten, wurde mit Thomas + Holgers Hilfe Säbel gefertigt und die Ausrüstung mit Piratenflaggen vervollständigt. Der Grillplatz und die Einwässerungsstelle wurde sauberer hinterlassen als wir Ihn vorfanden. Als Erinnerung hinterlassen die Piraten Ihre Schätze im Maisfeld, die Sie sorgsam mit Toilettenpapier abgedeckt im Erdreich versteckten. Chrissie hatte das Amt des Fahrers auf sich genommen, wohlahnend des Kommenden. Er und Tessa zogen es vor, den Mäc in Sig heimzusuchen. Die Vorhut der Flotte wurde von Klaus und Jürgen gebildet. Sie brachten uns nie schlechte Nachrichten, aber auch keine guten. Am Campingplatz Hausen gab es die zweite Feindberührung. Eine schwach ausgerüstete Fregatte wurde fast mit einer Stalinorgel mittels Donauwasser versenkt. Unter dem Blitzlichtgewitter der Camper und den Tränen der weinenden Mütter setzten wir die erfolgreiche Fahrt noch schwimmend fort. Ab und zu wurde die Fahrt durch Seegras gebremst. Am Horizont waren Gewitterwolken und starker Donner als Vorboten des nahenden Unheils wahrzunehmen. Das Mittagessen wurde noch ohne grosses Murren nach einem erzwungenen Stillstand durch einen Fels inmitten der Donau eingeworfen. Die Pause wurde auch zum Baden genutzt. Nach dem Mittagessen wurde die Fahrt zum Schwarzen Meer fortgesetzt. Max hatte den ganzen Tag schlafend und dösend inmitten des Flosses verbracht. Bei leichtem Tröpfeln wurde das Wehr Neumühle erreicht. Das Wehr konnte ohne grosse Gegenwehr wieder mit zerlegten Flossen gemeistert werden. Die Kinder erzwangen mit Ihren Säbeln die Herausgabe eisgekühlter Beute. Chrissie konnte noch keinen Lagerplatz finden. Nach dem Wehr mussten die Flossmodule getreidelt werden. Hierbei polierten die Fässer den Boden der Donau blitzblank. Nach den legendären ersten fünfzig Metern folgten die nächsten fünfzig Meter. Die grösseren der kleinen Piraten halfen bzw. wollten zuerst beim Treideln helfen. Da sich die Strecke jedoch als sehr unwegsam herausstellte, machten sich die grösseren gemeinsam mit den kleineren Piratenkindern auf den Marsch auf dem besseren Donauradweg. Dort waren Sie unter Sandros und Michaels Führung auf der Suche nach weiterer Piraten-Beute. Nachdem das Wasser auf Knöcheltiefe angestiegen war, konnten nach vielen weiteren fünfzig Meter die Module zusammengebaut werden. Die nahende Dunkelheit beflügelte alle Helfer. Nichts konnte die Zwölf Mannen auf drei Flossen und Aron als Pionier mehr schrecken. Die folgenden Kiesbänke wurden mit aller Transportlast gemeinsam überwunden. In grosser Vorfreude auf ein unerreichbares Weizen konnte mittels elektrischer Brieftaube den strapazierten und besorgten Vätern mitgeteilt werden, dass die kleinen Piraten auf einem Bauernhof die Scheune in Beschlag nehmen konnten. Nachdem die kleineren Piratenkinder schon von den grösseren getragen wurden, hatte Chrissie die Piratenschar aufgelesen und im Anhänger zu dem Bauernhof hingefahren. Die Falle unter einer Eisenbahnbrücke wurde von Guido sofort entschärft. Als letzte Chance für den Kapitän sich der Meuterei zu entziehen, baumelte ein geknotetes Seil von der Eisenbahnbrücke. Der Kapitän konnte die Chance nicht nutzen. Bei der Ortschaft Thiergarten fanden wir verzweifelte Schwaben als Schiffbrüchige an, welche den falschen Fluss erwischten hatten. Sie wollten nach Stuttgart! Sie suchten nach unserer Bekanntschaft Ihr Heil im Brennnesselfeld. Als nächste schwere Prüfung erwartete die Flossfahrer die berühmten Stromschnellen von Thiergarten. Die ersten beiden Flosse konnten den kraftvollen Sögen widerstehen und durchbrachen die Flutwellen. Das Floss des Kapitäns versagte seiner Führung und brandete an feindliche Vegetation. Mühsam konnte sich die geschwächte Besatzung aus des Feindes grüner Hölle befreien. Die nächsten zwanzig mal fünfzig Meter wurden im Kampf gegen die nahende Dunkelheit und den Hungerstod mit der jetzt sehr guten Fliessgeschwindigkeit der Donau gewonnen. Chrissie schloss die Besatzung mit stinkenden braunen Händen in die Arme. Die Kinder halfen das Abendessen zuzubereiten. An diesem Abend gab es einen herzvorzüglichen Eintopf ohne Brot aber mit viel Kartoffeln und Saitenwürstchen, welcher gierig und doch genüsslich verschlungen wurde. Inmitten der Pferde und des Hängebauchschweins „der Professor“ übernachtete unsere Truppe teilweise auf Betonboden bzw. auf der Koppelwiese. Auch hier stand freundlicherweise ein Maisfeld zum Düngen bereit. Mistkäfer bewachten jede Bewegung. Nachdem die Pantoffel-Piraten ein einziges Schlafbier getrunken hatten, fielen Sie in einen tiefen Schlaf, der trotz des harten Untergrundes... . 5. Tag Thiergarten / Gutenstein Morgens musste fast ohne Frühstück gepackt werden, um dem Bauer seine Scheune, insbesondere seinen als Wäscheständer missbrauchter Kampfwagen, wieder zurückzugeben. Kurz nach dem Aufbruch von dem wunderbar gelegenen Bauernhof mit einem Flussgrundstück direkt an den Donauwiesen, startete die Entdeckungsfahrt ins Tierreich. Wir sahen Forellen (Regenbogenforelle? Tommy hätte es sicherlich gewusst), einen kopflosen Aal und eine grosse Bisamratte konnte sich nur durch einen Tauchgang der Gefangennahme durch einen Käscher entziehen. Highlight aber war die Rettung eines ca. zwei Wochen alten Kälbchens, das die zwei Meter hohe Böschung herabgestürzt war. Jochen und Chrissie stürzten sich selbstlos vom Floss um das Kälbchen wieder auf die Donauwiesen und zu seiner Herde zu hieven. Beim Nachfassen machte Jochen Bekanntschaft mit den zehn KV des Weidezauns, die Ihn zu einem Freudensprung von ca. zwei Metern beflügelten (aus der Hocke). Nach diesem knisternden Erlebnis kam Schatztaucher Ralf zum Einsatz, der Max´s Handtuch und Tessa´s Kopftuch aus reissender Strömung rettete. Da sich die See beruhigte konnte Seebär Ralf der Mannschaft eine Einweisung in die Nautik von Käptn Blaubär geben. Hungerleitend trieben wir um die Mittagszeit, bzw. für die Kinder begann die Hungersnot schon kurz nach dem Ablegen um zehn Uhr, auf Gutenstein zu. Vor dem Wehr blockierten wir mit den zusammengelegten Flossen die Auswässerungsstelle. Wolfgang überbrachte uns das Mittags-Vesper und blockierte der Vollständigkeit halber mit dem Auto und dem Hänger die einzige Ortsstrasse im absoluten Halteverbot. Zuvor hatte er alle Läden der Region aufgesucht und alles Brot, Kleinbrot und alle Salami der Region aufgekauft. So wurden wir alle satt und konnten gutgestärkt an die bevorstehende Herausforderung des Wehres Gutenstein herangehen. Der Dicke mit der Bierflasche wurde durch kräftiges Anschieben von unseren kräftigsten Mannschaftsmitgliedern ins Verderben geschickt. Ein Japaner überwand das Wehr in Kamikaze-Manier, nachdem er zuvor seine Frau und seine zwei Kinder den sicheren Fussweg hinabgeschickt hatte. So erlitten die ungeübten Kanuten an dem Wehr reichlich Verluste. Wir hingegen brachten unsere Flosse in voller Ausrüstung mit geübter Besatzung in Flottenformation über das Wehr. Das schnellste Floss mit der Besatzung der fast jugendlichen Piratenkadetten konnte einmal von dem Floss mit den fünf bis siebenjährigen Piratenkindern überholt werden, weil Sie Ihr Floss auf eine Untiefe aufsetzten. Nach hartem Wettrennen der beiden Flosse machten die Piratenkadetten ernst und erreichten doch als erstes Floss den ersehnten Lagerplatz Gutenstein. An einer Untiefe wurde eine heitere Wasserschlacht zwischen den Pionierbooten und den Flossen gefeiert. Von unserem Spass angelockt, nahmen wir mehrer Schiffbrüchige als Galionsfiguren an Bord. Nach einer weiteren Schleife erreichten wir endlich den Lagerplatz. An dem Jugendzeltplatz wurde in geübter Manier das Grosszelt mit einhundert Quadratmetern Planenfläche aufgeschlagen. In brütender Hitze pflegten die Piraten Ihre Wunden aus den überstandenen Schlachten mit der Donau. Die Kinder übten sich in Beinstümpfe schnitzen und Handkrallen schmieden. Baden, Zeitung über Schumis Unfall lesen, Dösen, Schlafen, Holzsammeln.... . usw. dies waren die liebsten Beschäftigungen... . Besser gesagt, dies war die erste Urlaubsstunde. Gemütlich wurde gemeinsam das Abendessen zubereitet. Als prima piatta verspeisten wir unsere Feinde in Form von Schweinhals, -bauch und diverse Lachssteaks, Würstchen mit frischen Brötchen und den obligatorischen frischen Blattsalat. Nach ungeklärten Verhandlungen mit dem Graf von Monte Caritas aus dem Bistum Freiburg legen wir uns in der Hoffnung zur Ruhe, unseren eroberten Platz trotz Überbelegung auch am nächsten Tag halten zu können. Wegen der drohenden Belagerung der feindlichen Truppen in Form von katholischen Demonstranten werden manche Augen und Ohren in dieser Nacht nur halb geschlossen sein. Zitate dieses Tages: Jürgen Kabus zu Ralf Kohlmann: „ Ist das Grillfleisch gut?“ Antwort: „Das Fleisch ist genauso fertig wie Du.“ Thomas Welte nach zwei Kilo verzehrtem Fleisch: „ Endlich mal wieder ein Stück Fleisch, da läuft morgen der Spaten heiss.“ 6. Tag Gutenstein / Ende Neben viel Schweiss verdunstete über Nacht auch ein Kasten Bier inklusive Behälter. Dies war die Strafe dafür, dass wir unsere mageren Vorräte nicht wie sonst jeden Abend üblich auch ganz leer tranken. Mitten in der Nacht wurde ein feindlicher Beschuss mit Leuchtraketen mit lässiger Ignoranz zurückgewiesen und einfach weitergeschlafen. Mit wertvollen Cereallien traten Hans und Klaus nach dem Frühstück den Gang nach Canossa ( eine Büroversammlung im Landratsamt Sigmaringen ) an, um unserer Eroberung den offiziellen Segen erteilen zu lassen. Es war nicht nötig sich noch zusätzlich Asche aufs Haupt zu streuen, es war schon genügend dort. Selbst die Läuse verweigerten diese Wohnstatt. Nachdem Herr Klein schon von Herrn Kleinert ( der Bauer und Besitzer der Wiese) vorgewarnt worden war, wurden Hans und Klaus an Herr Schnell verwiesen. Zitat Herr Schnell: „Sind Ihr den wahnsinnig, ohne zu fragen mit Flossen einfach so die Donau nabzufahhre?“ Antwort: „So einfach war´s nicht.“ Herr Schnell: „Des machet´r nimmer, sonst helf i eich nimmerr.“ Nachdem wir geduckten Hauptes erfolgreich entrostet waren, wurde augenblicklich der praktische Teil eingeleitet. Mit erster und einziger hochoffizieller Genehmigung des Amtsleiters sowie der Ausnahmegenehmigung wegen der Kontingentsüberschreitung des Jugendzeltplatzes kehrten Hans und Klaus erfolgreich zurück. Des weiteren wurde der letzte Lagerplatz über die familiären Verbindungen eines Beamten unbürokratisch vorab geklärt. Nachdem alle die frohe Kunde vernommen hatten, kehrte sofort entspannte Aktivität in unserem Piratenhaufen ein. Die Piratenschar teilte sich in drei Gruppen, wobei zwei Gruppen sich der landschaftlichen Schönheit hingaben. Ein dieser Gruppen wendete sich hingegen der Kultur der heimischen Braukunst zu. Die Reinheit des Weizens und der Gläser wurde durch die Reinheit der sanitären Anlagen noch übertroffen. In einer des Wegs gelegenen Mühle wurde diese Gruppe auch noch langersehnte Brezeln und den Kindern Eis aufgezwungen. Die andere Gruppe bildete zwei Kleingruppen mit den Piraten Rainer, Noah und Jonas bzw. Uwe, Lea und Lucca und diese bezwangen den Teufelslochfelsen mit einer Zangentaktik. Von dort konnte die Donauschleife mit beiden Wehren überblickt werden, sodass klare Vorstellungen über die nächsten fünfzig Meter gebildet werden konnten. Die dritte Piratengruppe blieb im Schatten der Bäume. Hier fand ein interner Kampf im Malefiz statt. Während der sechsstündigen Auseinandersetzung liessen sich die drei Kämpfer mit vielen kleinen Beratern ausgestattet, sogar noch das Essen zum Spiel auftragen. Das Spülen konnte aufgrund des zum Spieltisch umfunktionierten Spültisches nicht wie üblich nach dem Abendessen durchgeführt werden. Der Sieger des Spieles Chrissie durfte dann zur Belohnung spülen. Die verbotene Badezone der Frommen Ministranten wurde mittels eines unserer Flosse umfahren. Somit konnten auch die kleinen Piraten in einer optimalen Flachwasserzone baden. Viel Spass hatten die Kinder mit den von Holger angeleiteten Kajakfahrten. Vorbeifahrende fremde Kajaks und Kanus waren in dem flachen Wasser leichte Beute für den Piratennachwuchs. Letzter Tag / Keine Aufzeichnungen Kurzetappe über ein Wehr, an welchem uns von Königlichen Pfadfindern mit Kühlschränken und Stromaggregat Getränke angeboten wurden. Nachdem Sie aber keinen Caipirinja mit zerstossenem Eis und frischen Limetten herbeischaffen konnten, wiesen wir Ihr Angebot leichten Herzens zurück. Nach dem Wehr besuchte die komplette Piratenschar die Mühle mit der schön gelegenen Terrasse, den reinlichen Gläsern, den gut mundeten Brezeln, dem herrlich kalten Eis und den nachher leider beschmutzten überaus hygienischen Toiletten. Im Lager des Deutschen Roten Kreuzes mit Pamella Anderson, sowie jugendlichen Schwergewichten schlugen wir unser letztes Lager auf. Wir verzehrten einmal mehr ein gigantisches Abendessen mit Salat, Grünen Bohnen, Zaziki, Hähnchenkeulen, diverse Fleischarten und Kartoffeln. Die Kinder durften wegen dem Paletten-Verbrennen länger aufbleiben. Wir errichteten mit unseren Paletten ein Lagerfeuer, welches es mit jedem Funkenfeuer aufnehmen konnte. Letzte Nacht / Letztes Frühstück / Abbauen / Rückfahrt
Da das Tagebuch immer erst nach dem Zubettbringen der Kinder geschrieben wird, kommt in unserem Bericht die Sicht der Kinder zugegebenermassen etwas zu kurz. Um die Kinder aber auch noch zu Wort kommen zu lassen, haben wir jedes der Kinder am letzten Abend nach dem gefragt, was Ihm am Besten gefallen hat. Die Frage an unsere Kinder: „ Was hat Dir am besten gefallen?“ Isabelle: ..., dass wir das Kalb gerettet haben, ..., dass das Essen viel besser geschmeckt hat als zu Hause. ..., dass ich heute mit Jochen und Lea hinter die Stromschnellen gefahren bin und als wir zurückgefahren sind, musste ich uns die Stromschnellen hochschieben. Stefania: ..., als wir während der Flossfahrt gebadet haben und wie Jochen aus Pippi Langstrumpf vorgelesen hat. Paul: ..., das Spielen mit den Kindern und dann auch bei dem Wehr wo wir die Flosse über die Stangen haben rutschen lassen. Jonathan: ..., dass ich am Wehr fast einen Fisch gefangen habe und alleine unter dem Wehr im Wasser gelaufen bin und dass ich alleine und mit Maximilian paddeln konnte. ChrisTina: ..., dass wir baden gegangen sind und die Plätze haben mir auch gut gefallen, wo wir viel toben und spielen konnten. Lea (klein):..., des mit dem Eis. ( Hat Dir das Eis nicht gut geschmeckt?) ..., das Käschen mit Isa und Linda. Linda: ..., alles hat mir am besten gefallen. Maximilian: ..., dass ich und Jonathan jeweils alleine Boot fahren durften. Benjamin: ..., dass wir übernachtet haben und dass wir alle Spass hatten. ..., dass mich Aron immer ins Wasser geschmissen hat, ..., das Seilspringen ins Wasser. Daniel: ..., das mit dem Seilspringen ins Wasser. ..., dass wir zwei Tage auf dem Camping-Platz geblieben sind und dass viele Freunde dabei waren, besonders Peter und Benni, Mir hat nicht so gut gefallen, dass ich brechen musste. Bernd: ..., dass wir das Kalb gerettet haben. ..., und das spannende Malefix-Spiel ..., dass es leckeres Essen gab. Peter: ..., es hat mir Spass gemacht, Floss zu fahren. Mir haben auch die Übernachtungen gefallen. Felix: ..., das Flossfahren und das Übernachten. ..., da mit dem Outdoorfahren von Hans mit Wolfgang, Dani und Tina und Lea. Jonas: ...,das Flossfahren und dass wir jeden Tag gegrillt haben. Tessa: ..., dass wir Eis gekriegt haben und dass wir da vorne Tiere gesehen haben und dass wir Steine gesehen haben und dass wir jetzt ein grosses Feuer machen. Lea (gross):..., dass wir das Kalb gerettet haben. Ich fand es so süss. Die kleinen Entchen, die mit Ihrer Mutter vorbei geschwommen sind und dass wir in dem Hänger mitgefahren sind. Noah: ..., das Fahren im Hänger hat mir Spass gemacht. ..., wo wir zweimal übernachtet haben. Sonst nix mehr. Christopher: .., mir haben die Feuer am Besten gefallen. Mathis: ..., das Kanufahren. Florian: ..., dass wir Floss gefahren sind und dass wir gerade Quatsch gemacht haben. Gero: ..., das Flossfahren. Lucca: ..., die Grashüpfer. Laura: ..., dass wir das Kalb gesehen und gerettet haben. Niclas: ..., war leider schon in Gutenstein abgereist.
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